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ALLGEMEINES
Katzen üben auf sehr viele Menschen eine starke Faszination aus. Ganz gleich ob dies nun der überaus elegant dahinsprintende Gepard ist oder der sich genüsslich in der Sonne räkelnde Löwe während seines Mittagsschlafes. Katzen mit einer ansprechenden Zeichnung gibt es in freier Wildbahn sehr oft. Die Facette reicht von kleinen Tupfen wie beim Geparden bis zum Clouded Leoparden mit seinen riesigen fast pfannengroßen Rosetten. Eine weitere Facette ist der Tiger mit den eleganten Streifen und der warmen goldenen Farbe. Die kleinen Verwandten in unseren Gärten und Häusern bieten diese faszinierende Zeichnung nur sehr sparsam.


RASSEBESCHREIBUNG
Kein Wunder, dass die Zeichnung der Bengalkatze die Menschen so sehr in den Bann zieht und so viele Herzen im Sturm erobert. Zugleich bietet diese Rasse aber noch weit mehr als Tupfen, Rosetten oder ein marmoriertes Pattern. Das Wesen der Bengal ist auch etwas sehr besonderes. Bengalkatzen sollten sehr neugierige, liebevolle und anhängliche Wesen sein und am Leben seiner Menschen teil nehmen. Bengalen dürfen keinesfalls scheu oder gar aggressiv sein. Durch ihre Vorfahren, der asiatischen Leopardkatze -
RASSEGESCHICHTE
Als Jean Sugden 1963 in Kalifornien eine asiatische Bengalkatze (Bild rechts) erwarb und mit einem Hauskater verpaarte, war das eigentlich Zufall. Zehn Jahre später setzte Dr. Willard Genterwall von der University of California diese Kreuzungszucht fort, um die Resistenz der Bengalkatze gegen das Feline Leukämie–Virus (FeLV) zu testen. Der Versuch war eine Enttäuschung, aber aus diesen Anfängen ging die Bengal hervor. Dr. Genterwall gab acht seiner Hypdriden an Jean weiter, inzwischen eine verheiratete Mill. Die erste Bengal namens Millwood Finally Found wurde 1983 von Jean Mill vorgestellt. Die anfangs scheuen und nervösen Katzen entwickelten sich zu einer kontaktfreudigen Rasse. Früh wurden rasselose Hauskatzen eingekreuzt, doch als die leopardähnliche Fellzeichnung auftrat, kreuzte man Einzeltiere mit indischen Straßenkatzen und Ägyptischen Maus.


FELLZEICHNUNG
Bengalen gibt es in den Farben black, brown, blue, silver und snow. Auch die Länge des Felles existiert in den Varianten kurz und halblang. Die halblanghaarige Variante der Bengalen ist bereits von einigen Zuchtverbänden unter dem Namen "Pardinos" anerkannt. Züchter dieser seltenen Katzen streben jedoch die Anerkennung in allen Zuchtverbänden unter der Bezeichnung "Cashmeres" an. Die Farbvariante Snow wird noch in Seal Mink, Seal Lynx und Seal Sepia aufgeteilt.
ERSCHEINUNGBILD
Das optisch Aufregendste an der Bengal, die Zeichnung, ist sehr vielfältig. Es können Katzen mit kleinen Tupfen, Rosetten oder Marble geboren werden. Die Rosetten variieren auch in der Form und Farbe. Gesehen werden pfeilförmige bis kreisförmige Rosetten. Bei vielen Bengalen erinnert das Marble an die blotched Zeichnung anderer Rassen. So sollte sie allerdings nicht sein. Auch die Rosetten sollten nicht kreisförmig angeordnet sein. Angestrebt werden sollte ein horizontaler Fluss.
Dasselbe gilt auch bei der Zeichnung Marble, welches mit dem Wort marmoriert am besten umschrieben wird. Von der Statur sollte die Bengalkatze mittelgroß, kräftig und muskulös sein. Ihre Hinterläufe sind etwas höher, womit ihre ausgezeichnete Sprungkraft erklärt wird. Die Ohren sollten gerundet und am besten klein sein. Die Platzierung am Kopf ist mehr an den Seiten als zu hoch am Kopf erwünscht. Der Schwanz ist idealerweise mittellang und dick, und sollte tief getragen werden.
Textgrundlage von Martin Burtscher, übernommen aus come-



WESEN UND CHARAKTER
Bengalen sind lebhafte und sehr selbstbewusste Katzen, dabei sehr clever und erfindungsreich. Sie entscheiden selbst, wann sie spielen und wann sie schmusen wollen. Bengalen haben noch ihre natürlichen Instinkte. Sie klettern gerne und lieben das Wasser. Besonders Kater sind frühreif. Die Farben wirken sich auch auf den Charakter aus. Die Snows sind sanfter und anhänglicher als die Browns.
HALTUNG UND PFLEGE
Bengalen sollten nicht einzen gehalten werden. Man kann sie gut mit anderen, spielfreudigen Rassen oder auch Hauskatzen vergesellschaften. Die aktive Bengal braucht einen großen Kratzbaum und viel Abwechslung. Auch ein Balkon oder ein gesicherter Garten wird gerne angenommen. Dank ihres freundlichen Wesens ist die Bengal auch für Kinder geeignet. Das kurze Fell der Bengal ist nicht sehr pflegeaufwendig, sollte aber regelmäßig gebürstet werden.